5. Passformsymposium

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Teilnehmer des 5. Passformsymposiums können die Abstracts HIER herunterladen

 

Wie können Handel und Schuhindustrie passendere Schuhweiten realisieren?

Über diese drängende Frage diskutierten Schuhhersteller, Händler und Passforminteressierte lebhaft auf dem 5. Passformsymposium, das die Fachzeitschrift "Komfortschuhe - Passform & Design" gemeinsam mit dem Veranstaltungspartner Fagus am 11./12. November 2014 im O1 veranstaltete. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand insbesondere die Frage, wie auch Schlankweiten in Schuhfertigung und Schuhhandel realisiert werden können und wie Händler und Hersteller gemeinsam das Ziel besser passender Schuhe erreichen können.

 

"Fünf Jahre nach der Veröffentlichung der Ergebnisse des Deutschen Fußreports haben sich die Schuhweiten den vorgefundenen Fußweiten in der Bevölkerung erstaunlich wenig angepasst", wies Annette Switala, Redakteurin von "Komfortschuhe - Passform & Design", auf die drängende Problematik hin. Insbesondere im Schlankweitenbereich: Hier verblüffte der Deutsche Fußreport mit dem Ergebnis, dass 52 Prozent der Damen die Schlankweiten A bis E benötigen und dass F die am häufigsten benötigte Schuhweite ist. Grund genug, um mit renommierten Schuhspezialisten aus Schuhforschung, Handel und Industrie auszuloten, welche Bausteine auf dem Weg zu passenderen Weiten behilflich sein können.

 

Dr. Monika Richter, PFI Germany, stellte vier auf Grundlage des Deutschen Fußreports erarbeitete Fußtypen vor, die sich durch das Verhältnis von Vorfuß, Mittelfuß und Rückfuß charakterisieren. Beim PFI werde bereits damit experimentiert, Leisten auf dieser Grundlage herzustellen und darüber zu besser passenden Schuhen zu kommen.

 

Andreas Schmidt, Fagus, demonstrierte zusammen mit Stefan Tintrup, Elten, wie sich eine große Bandbreite an Weiten in der Leistenentwicklung praktikabel über drei Leistenmodelle umsetzen lassen. Was in der Schuhfertigung dazu beitragen kann, dass der Schuhinnenraum tatsächlich den Leistenmaßen entspricht, erläuterte Dr. Kathrin Schäfer vom PFI Germany.

 

Schlankweiten verkaufen ist nicht einfach - darüber sind sich auch erfahrene Händler einig. Andrea Wöber-Hübner, Schön & Endres, Würzburg, zeigte auf, wie sich eine Mehrweiten-Sortiment planen lässt und welche Marketing-Aktivitäten es ermöglichen, sich als Weitenspezialist zu profilieren. OSM Hartmut Schühle, Schuh Oesterle, zeigte wirkungsvolle Techniken der Fußvermessung auf und erläuterte, wie sein Team vom Fuß auf den passenden Schuh schließt.

 

Höhepunkt der Veranstaltung bildete die Präsentation und Diskussion neuer 3D-Scansysteme, die Fußdaten mit Schuhinnenmaßen abgleichen. Zu der Frage, welche neuen Perspektiven für die Leistenentwicklung und die Vermittlung passender Schuhe im Handel dadurch entstehen, standen die Unternehmen Mifitto, Corpus.e, UTD (Rightshoes) und UCS (SafeSize) dem Publikum Rede und Antwort.

 

Einen ausführlichen Bericht zum 5. Passformsymposium lesen Sie in der kommenden Ausgabe von "Komfortschuhe - Passform & Design", die Ende Januar erscheint.

Diese kann HIER bestellt werden.